37. Bundeskaninchenschau in der Messe Karlsruhe
- 22. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Jan.
Am 20. und 21. Dezember 2025 wurde Karlsruhe zum Zentrum der europäischen Rassekaninchenzucht: Mit der 37. Bundes-Kaninchenschau (BKS) richtete der Landesverband Württemberg und Hohenzollern unter der Leitung von Ulrich Hartmann die größte Rassekaninchenschau Europas in den Messehallen Karlsruhe aus.
Beeindruckende Zahlen und hohe Qualität
Knapp 19.000 Rassekaninchen wurden zur Schau gemeldet – darunter
15.663 Tiere in der Allgemeinen Klasse
1.700 Tiere der Jugend
889 Erhaltungszuchten
424 Herdbuchtiere
245 Neuzüchtungen
23 Angora-Leistungszuchten
Ergänzt wurde die Ausstellung durch 87 Exponate der HuK-Gruppen. Rund 300 Preisrichterinnen und Preisrichter bewerteten die Tiere und bestätigten das sehr hohe züchterische Niveau. Die Siegerlisten sind bereits auf der Sonderseite der Bundesschau veröffentlicht.
Feierliche Eröffnung mit internationaler Beteiligung
Zur offiziellen Eröffnung am Samstag begrüßte Ausstellungsleiter Ulrich Hartmann zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Verbänden und dem europäischen Ausland. Unter ihnen waren der Schirmherr der Schau, Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk, Vertreter der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sowie führende Persönlichkeiten des EE-Europaverbandes und der europäischen Partnerverbände.
Hartmann betonte die besondere Bedeutung der Bundes-Kaninchenschau als Flaggschiff und Markenkern der deutschen Rassekaninchenzucht. Sie sei Leistungsdemonstration, Begegnungsstätte und Ausdruck einer gewachsenen Ausstellungstradition, die im Landesverband Württemberg und Hohenzollern bis ins Jahr 1955 zurückreiche.
Wertschätzung für Ehrenamt und Zuchtarbeit
Minister Peter Hauk würdigte in seinem Grußwort das große ehrenamtliche Engagement, ohne das eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich wäre. Die Rassekaninchenzucht verbinde Generationen, fördere Gemeinschaft und sei ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens – in Baden-Württemberg ebenso wie weit darüber hinaus.
Auch Hansjörg Opala, Präsident des EE-Europaverbandes, unterstrich den internationalen Charakter der Veranstaltung. Karlsruhe sei für einige Tage ein europäisches Zentrum der Rassekaninchenzucht gewesen. Als Anerkennung überreichte er Ausstellungsleiter Ulrich Hartmann die Große Ehrenmedaille des EE-Europaverbandes.
Dank, Auszeichnungen und ein besonderer Moment

ZDRK-Präsident Bernd Graf lobte die hervorragende Organisation der Schau und die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit dem ausrichtenden Landesverband. Trotz wirtschaftlicher und rechtlicher Herausforderungen sei es gelungen, eine finanziell tragfähige und zukunftsweisende Bundes-Kaninchenschau auf die Beine zu stellen. Im Rahmen der Eröffnung wurde Gion P. Gross, Ehrenpräsident des EE-Europaverbandes, zum Ehrenmitglied des ZDRK ernannt – ein besonderer Moment, der mit viel Applaus und Humor begleitet wurde.
Zudem informierte Präsident Graf über den Start der neuen ZDRK-Webseite (www.zdrk.info), die zunächst als Beta-Version online ging.
Informationsstände, Austausch und positives Fazit
Großen Zuspruch fanden die Info-Stände des ZDRK, der Jugendabteilung, der Herdbuchabteilung sowie der internationalen Partnerverbände. Besonders die Möglichkeit, digitale Jugendausweise direkt vor Ort erstellen zu lassen, wurde von der Züchterjugend begeistert angenommen.
An beiden Ausstellungstagen herrschte eine entspannte, harmonische Atmosphäre. Ausstellerinnen, Aussteller und Besucher zeigten sich durchweg zufrieden. Die 37. Bundes-Kaninchenschau bestätigte eindrucksvoll: Großschauen bleiben ein fester und unverzichtbarer Bestandteil im Terminkalender des ZDRK.
Dank an alle Beteiligten
Ein herzlicher Dank gilt dem Ausstellungsleiter Ulrich Hartmann, dem gesamten Team des LV Württemberg und Hohenzollern, allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Ausstellerinnen und Ausstellern, die mit ihren Tieren diese außergewöhnliche Schau möglich gemacht haben.
Text und Fotos:
Wolfgang Elias, ZDRK-Referent für Öffentlichkeitsarbeit
































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